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Die Konferenz Ehrenamt 2.0 bildet einen wichtigen Meilenstein im Rahmen des ETZ Projektes "SAVE.regions". Dieses grenzüberschreitende Projekt wird mit Geldern des Landes NÖ und der EU kofinanziert. Das Ziel der engen Zusammenarbeit zwischen Südmähren und dem Land Niederösterreich ist das Ehrenamt im Katastrophenschutzwesen in beiden Ländern zu fördern.

Das Österreichische Rote Kreuz hat in Kooperation mit dem Amt der NÖ Landesregierung (Abteilung IVW4 - Feuerwehr und Zivilschutz) die Projektleitung übernommen. Weitere Projektpartner sind das Kreisamt Südmähren (Abteilung Katastrophenschutz), sowie die Caritas Brünn, die in Südmähren als Hauptansprechpartner des NGO Panels "Katastrophenschutz" gilt. Im sogenannten NGO Panel von Südmähren finden sich neben der Caritas, das tschechische Rote Kreuz und die Organisation ADRA, eine in Tschechien bekannte Hilfsorganisation.

Geschichtlicher Hintergrund des Freiwilligenwesens:

In Österreich hat das Ehrenamt und das Bestehen von freiwilligen Organisationen, die sich den Dienst am Nächsten zum Ziel gesetzt haben, schon eine über 150 jährige Tradition. Sich freiwillig in Einsatzorganisationen zu engagieren ist in Österreich fixer Bestandteil der Gesellschaft.  

In Tschechien sind ebenfalls freiwillige Einsatzorganisationen (Feuerwehr, humanitäre Organisationen) zu finden, die aber während des Kommunismus schwierige Zeiten zu meistern hatten. Feuerwehr und Rettungsdienst basieren daher auf sehr starken staatlichen Organisationen.

Der Landkreis Südmähren versucht aber sehr intensiv das Freiwilligenwesen wieder zu fördern und plant im Rahmen des oben genannten EU Projektes die Idee des Team Österreichs auf tschechische Verhältnisse zu adaptieren.

Förderung des Freiwilligenwesens - gemeinsames grenzüberschreitendes Thema für ein EU Projekt

In Österreich ist das Freiwilligenengagement sehr stark ausgeprägt. Bei Katastrophen kommen erfahrungsgemäß zusätzlich zu den freiwilligen Einsatzorganisationen viele Menschen, um zu helfen. Da diese Personen aber oft unorganisiert ins Katastrophengebiet kommen, bedeutet dies oftmals für die zuständigen Behörden und Einsatzorganisationen einen enormen Organisationsaufwand. Seit der Gründung des Team Österreichs hat die spontane freiwillige Hilfstätigkeiten im Katastrophenfall eine neue Qualität bekommen. Dem Roten Kreuz ist es gemeinsam mit dem Radiosender Hitradio Ö3 gelungen eine Kampagne zu entwickeln, die es geschafft hat über 25.000 freiwillige HelferInnen im Team Österreich zu organisieren. Mithilfe der neuen Medien im Internet kann dieser Personenkreis organisiert, informiert und alarmiert werden. Durch den Eintrag auf einer Homepage kann man sich als Team Österreich Mitglied anmelden. Durch Schulungen werden die Mitglieder für den Einsatzfall mit Grundlagenkenntnissen vorbereitet und im Bedarfsfall alarmiert. So ist es gelungen die spontane freiwillige Hilfe, die im Katastrophenfall zwar gut gemeint, aber meist unorganisiert stattfindet, in eine gut organisierte Struktur zu betten. Somit können die professionellen Einsatzorganisationen und die Behörden im Katastrophenfall bei Bedarf auf organisierte Hilfe von Freiwilligen zählen. 

Nähere Informationen zum Team Österreich: www.teamoesterreich.at

 

Gerade das Team Österreich Know How des Roten Kreuzes möchten die tschechichen KollegInnen nutzen, um das Freiwilligenengagement in Südmähren zu stärken. Eine Medienkampagne und spezielle Trainings werden in dem EU Projekt SAVE.regions gemeinsam entwickelt und im Landkreis Südmähren im Rahmen des Pilotprojektes Team Morava getestet. Ziel ist Bürgerinnen und Bürger für das Ehrenamt zu begeistern und die freiwilligen Organisationen mit motivierten Mitgliedern zu stärken.

Nähere Informationen zu Team Morava finden Sie unter: www.teammorava.cz

 

Der Benefit liegt klar auf der Hand. Durch mehr engagierte Freiwillige, die bereit sind in Katastrophensituationen zu helfen, steigt die Selbsthilfefähigkeit der gesamten Gesellschaft. Langfristig gesehen sind vielleicht Situationen, die heutzutage als katastrophal wahrgenommen werden, zukünftig nur mehr schwierige Situationen, die gemeinsam gemeistert werden können.

Das Land NÖ unterstützt mit seinen freiwilligen Einsatzorganisationen dieses Projekt, denn auch in Niederösterreich hat der Erhalt und die Förderung der Ehrenamtes höchste Priorität. 

In Niederösterreich werden im Rahmen des Projektes vor allem die zukünftigen Herausforderungen an ein Freiwilligenwesen analysiert und gemeinsam Lösungen erabeitet. Die Freiwilligenkonferenz "Ehrenamt 2.0" bildet dabei einen wichtigen Meilenstein und eine Kommunikationsplattform, um wichtige Themen zum Erhalt des Freiwilligenwesens gemeinsam zu diskutieren.

Nähere Informationen zum Projekt finden Sie auf folgender Seite: http://www.roteskreuz.at/save.regions/