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STIHL: Die wahre Geschichte hinter Deutschlands größtem Motorsägen-Imperium

Oktober 7, 2025 by Admin

STIHL ist seit 1971 die meistverkaufte Motorsägenmarke weltweit – ein beeindruckendes Erbe, das auf die Vision eines einzigen Mannes zurückgeht. Als Andreas Stihl 1926 sein Ingenieurbüro in Stuttgart gründete, konnte niemand ahnen, dass er den Grundstein für ein Unternehmen legen würde, das heute in über 160 Ländern tätig ist.

Die Geschichte von STIHL begann mit einer bahnbrechenden Erfindung: der ersten Elektrokettensäge der Welt im Jahr 1926. Nur drei Jahre später folgte die erste benzinbetriebene Kettensäge. Heute erwirtschaftet das Unternehmen einen Jahresumsatz von 5,5 Milliarden Euro (2022) und beschäftigt über 20.500 Mitarbeiter. Das Sortiment umfasst längst nicht mehr nur Motorsägen, sondern auch Rasentrimmer, Laubbläser und Heckenscheren.

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In diesem Artikel werden wir die faszinierende Entwicklung von STIHL nachzeichnen – vom kleinen Ingenieurbüro zum globalen Marktführer. Wir beleuchten die Visionen des Gründers, die technischen Innovationen und wie das Unternehmen mit einzigartigem Know-how immer wieder wegweisende Produkte auf den Markt bringt. Begleiten Sie uns auf einer Reise durch fast 100 Jahre deutscher Ingenieurskunst.

Die Anfänge: Andreas Stihl und seine Vision

Der Mann hinter dem weltbekannten Motorsägen-Imperium wurde am 10. November 1896 in Zürich geboren. Andreas Stihl, dessen Name später zum Synonym für Qualitätsmotorsägen werden sollte, hatte bereits früh eine bemerkenswerte Verbindung zu beiden Ländern – der Schweiz und Deutschland.

Kindheit und Ausbildung in Deutschland und der Schweiz

Nach dem Besuch der Volksschule in seiner Geburtsstadt Zürich zog der junge Andreas zu Verwandten nach Deutschland. Dort setzte er seine Ausbildung zunächst an der Realschule in Singen am Hohentwiel fort und wechselte später auf das Gymnasium in Düsseldorf-Oberkassel.

Seine weitere Laufbahn wurde durch den Ersten Weltkrieg unterbrochen. Von 1915 bis 1917 diente Stihl im Deutschen Heer, wo er mehrfach verwundet wurde. Besonders schwer wog eine Verletzung im Jahr 1916, die zu einer dauerhaften Behinderung seiner linken Hand und seines Arms führte. Nach seiner vorzeitigen Entlassung aus dem Kriegsdienst 1917 wandte er sich dem Maschinenbau zu.

Andreas Stihl nahm ein Studium an der Technischen Lehranstalt in Eisenach auf, das er 1920 mit dem Ingenieurexamen erfolgreich abschloss[32]. Diese technische Ausbildung legte den Grundstein für seine späteren Erfindungen.

Die Idee zur mechanischen Unterstützung der Waldarbeit

Nach verschiedenen beruflichen Stationen, unter anderem als Sachverständiger für Dampfmaschinen, begann sich Stihl intensiv mit einem Problem zu beschäftigen, das die Forstwirtschaft damals prägte: die schwere körperliche Arbeit im Wald.

In jener Zeit standen Waldarbeitern lediglich Axt und Zugsäge zur Verfügung – Werkzeuge, die körperlich anstrengende und zeitaufwändige Arbeit erforderten. Andreas Stihl entwickelte deshalb eine revolutionäre Vision: „Die Säge muss zum Baum – und nicht umgekehrt“. Diese Idee sollte die Waldarbeit grundlegend verändern und den Menschen die Arbeit in der Natur erheblich erleichtern.

Dahinter stand ein einfacher, aber wirkmächtiger Gedanke: Wie könnte man die beschwerliche Waldarbeit durch eine motorbetriebene Maschine vereinfachen und beschleunigen? Diese Frage trieb den jungen Ingenieur an und legte den Grundstein für seinen späteren Welterfolg.

Gründung des A. Stihl Ingenieurbüros 1926

Zunächst gründete Stihl 1923 gemeinsam mit dem befreundeten Ingenieur Carl Hohl ein Ingenieurbüro, das sich mit der „Projektierung und Ausführung von Industrieanlagen sowie dem Verkauf der einschlägigen Maschinen“ befasste. Diese Partnerschaft war allerdings nicht von langem Bestand.

Das Jahr 1926 markierte schlielich einen entscheidenden Wendepunkt: Andreas Stihl löste die Partnerschaft auf und gründete in Stuttgart sein eigenes „A. Stihl Ingenieurbüro“. Dieses Datum gilt offiziell als die Geburtsstunde der Firma STIHL.

Interessanterweise begann das Unternehmen nicht sofort mit der Produktion von Motorsägen. Anfänglich konzentrierte sich Stihl auf die Herstellung von Vorfeuerungen für Dampfkessel, die als Umsatzträger dienten. Später kamen auch Waschmaschinen hinzu[71]. Diese Produkte sicherten dem jungen Unternehmen die finanzielle Basis.

Dennoch verlor Andreas Stihl seine ursprüngliche Vision nie aus den Augen. Er nutzte die erwirtschafteten Mittel, um an einer Ablängkettensäge mit Elektromotor zu arbeiten. Noch im Gründungsjahr 1926 gelang ihm ein Durchbruch: Er entwickelte die weltweit erste marktfähige Elektro-Motorsäge[41][71]. Diese wog zwar stattliche 48 Kilogramm und musste von zwei Personen bedient werden, bedeutete aber den Anfang einer Erfolgsgeschichte, die bis heute andauert.

Die Erfindung der Motorsäge und ihre ersten Modelle

Nachdem Andreas Stihl sein Ingenieurbüro gegründet hatte, konzentrierte er sich darauf, eine leistungsstarke und zuverlässige Kettensäge zu entwickeln. Seine Motivation war klar: Die schwere körperliche Waldarbeit sollte durch mechanische Unterstützung erleichtert werden. Das Ergebnis seiner Bemühungen sollte die Forstwirtschaft für immer verändern.

Die erste Elektrokettensäge 1926

Noch im Gründungsjahr 1926 entwickelte Andreas Stihl die weltweit erste Elektrokettensäge. Diese bahnbrechende Maschine wurde als „Ablängkettensäge mit Elektromotor“ bezeichnet und wog stattliche 48 Kilogramm. Aufgrund ihres beträchtlichen Gewichts musste sie von zwei Personen bedient werden. Trotz ihrer Gröe und des Gewichts stellte diese erste STIHL Kettensäge eine Revolution dar, denn sie bot eine erhebliche Erleichterung gegenüber der manuellen Waldarbeit mit Axt oder Zugsäge.

Die Nachfrage nach diesen Maschinen war so gro, dass sie Andreas Stihl nach eigenen Worten „aus der Hand gerissen“ wurden. Mit dieser Erfindung legte er den Grundstein für sein wachsendes Unternehmen und etablierte sich als Pionier in der Entwicklung von Motorsägen.

Die erste Benzin-Motorsäge 1929

Obwohl die Elektrosäge ein groer Erfolg war, hatte sie einen entscheidenden Nachteil: Sie benötigte einen Stromanschluss, was ihren Einsatz im Wald stark einschränkte. Folglich arbeitete Andreas Stihl unermüdlich an einer mobilen Alternative und präsentierte 1929 seine erste benzinbetriebene Motorsäge.

Diese „Stihlsche Baumfällmaschine Typ A“ war zwar mit über 60 Kilogramm fast doppelt so schwer wie die elektrische Vorgängerin, bot jedoch den entscheidenden Vorteil der Mobilität. Wie ihr elektrisches Pendant musste auch diese Säge noch von zwei Personen bedient werden. Dennoch wurde sie in groen Stückzahlen produziert und in die USA, nach Kanada und sogar nach Russland exportiert.

Ein weiterer wichtiger Meilenstein war 1933 die Einführung der STIHL Liliput – die erste Einmann-Elektrosäge mit einem Gewicht von „nur etwa 25 Kilogramm“. Diese Entwicklung deutete bereits die Richtung an, in die sich die Motorsägen in den kommenden Jahrzehnten entwickeln würden.

Technische Herausforderungen und Lösungen

Die frühen Motorsägen stellten ihre Entwickler vor erhebliche Herausforderungen. Das hohe Gewicht, die Unhandlichkeit und die Störungsanfälligkeit der Geräte waren die gröten Hindernisse für ihre breite Akzeptanz. Zudem erforderte die Bedienung durch zwei Personen eine groe Kraftanstrengung, was die Effizienz begrenzte.

Andreas Stihl erkannte diese Probleme und arbeitete kontinuierlich an Verbesserungen. Ein Hauptziel war die Entwicklung einer leichten, leistungsfähigen Säge, die von nur einer Person bedient werden konnte. Dieser Durchbruch gelang allerdings erst 1950 mit der ersten Einmann-Motorsäge, die allerdings mit 16 Kilogramm immer noch recht schwer war.

Die wirkliche Revolution kam schlielich 1959 mit der legendären STIHL Contra. Als erste getriebelose Motorsäge revolutionierte sie die Waldarbeit und verhalf dem Unternehmen zum weltweiten Durchbruch. Mit 12 Kilogramm Gewicht und 6 PS Leistung war sie deutlich leichter und effizienter als alle anderen Produkte auf dem Markt. Forstbetriebe konnten damit ihre Produktivität um bis zu 200 Prozent steigern.

Die technische Entwicklung schritt daraufhin rasch voran. Der Verzicht auf das Schwenk- und Untersetzungsgetriebe war ein entscheidender Fortschritt, der durch neue leistungsstarke Verbrennungsmotoren und den Membranvergaser ermöglicht wurde. Letzterer erlaubte es, mit der Säge in jeder Lage zu arbeiten – ein enormer praktischer Vorteil bei der Waldarbeit.

Im Laufe der Jahre wurden die STIHL Motorsägen immer leichter, sicherer und bedienungsfreundlicher. Diese kontinuierliche Innovation hat mageblich dazu beigetragen, dass STIHL zum weltweit führenden Hersteller von Motorsägen aufsteigen konnte.

Vom Familienbetrieb zum Weltkonzern

Die Erfolgsgeschichte von STIHL nahm besonders in der Nachkriegszeit Fahrt auf. Mit klugen Entscheidungen und innovativen Produkten entwickelte sich das schwäbische Familienunternehmen rasch zu einem globalen Akteur.

Expansion in den 1950er und 60er Jahren

In den 1950er und 60er Jahren begann die prägende Wachstumsphase von STIHL. Das schnelle Wachstum machte es erforderlich, die Produktionskapazitäten deutlich auszubauen. Infolgedessen entstanden neue Fertigungshallen und ein zusätzliches Werk in Waiblingen. Besonders beeindruckend war die Entwicklung der Belegschaft: Zwischen 1959 und 1969 wuchs die Mitarbeiterzahl von rund 640 auf über 1.500 – eine Verdreifachung innerhalb eines Jahrzehnts.

Dieses Wachstum wurde vor allem durch einen technologischen Meilenstein angetrieben, der die Geschichte des Unternehmens nachhaltig prägen sollte.

Die Rolle der Stihl Contra in der Forstwirtschaft

Die 1959 eingeführte STIHL Contra markierte einen Wendepunkt in der Unternehmensgeschichte. Diese revolutionäre Motorsäge brachte mehrere entscheidende Vorteile mit sich:

  • Als erste getriebelose Einmann-Benzinmotorsäge wog sie nur 12 Kilogramm
  • Mit 6 PS (4,4 kW) und bis zu 7.000 Umdrehungen pro Minute bot sie eine überragende Leistung
  • Sie ermöglichte Forstbetrieben eine Produktivitätssteigerung um beeindruckende 200 Prozent

Der Historiker Immo Wagner-Douglas beschrieb die Contra treffend als „die Grossmutter aller modernen Motorsägen“. Sie verkörperte ein neues Prinzip: „Das Motorwerkzeug zum Baum zu bringen statt umgekehrt“. In weniger als zwei Jahren wurden über 200.000 Stück dieser bahnbrechenden Motorsäge produziert.

Dank dieses durchschlagenden Erfolgs erzielte STIHL zweistellige Umsatzsteigerungen. Gleichzeitig ebnete die Contra den Weg für zahlreiche technische Weiterentwicklungen, darunter das 1965 eingeführte Antivibrationssystem.

Internationale Märkte und Produktionsstandorte

Die wachsende internationale Nachfrage veranlasste STIHL in den 1970er Jahren zur Expansion über Deutschland hinaus. Unter der Führung von Hans Peter Stihl, dem Sohn des Firmengründers, erfolgte die strategische Internationalisierung der Produktions- und Vertriebsstruktur.

Der erste Schritt ins Ausland erfolgte 1973 mit einer Produktionsstätte in Brasilien. Kurz darauf folgten Werke in den USA und der Schweiz (beide 1974). Dieser globale Fertigungsverbund ermöglichte es STIHL, seit 1971 kontinuierlich die Position als meistverkaufte Motorsägenmarke der Welt zu behaupten.

Heute produziert STIHL in sieben Ländern auf vier Kontinenten und ist mit 44 eigenen Vertriebs- und Marketinggesellschaften, rund 120 Importeuren und mehr als 52.000 Fachhändlern weltweit vertreten.

STIHL in der Schweiz und weltweit

Die Erfolgsgeschichte von STIHL in der Schweiz begann 1974 mit der Montage von Kettensägen in Wil im Kanton St. Gallen. Aus bescheidenen Anfängen mit zwei Montagelinien und sechs Mitarbeitern in gemieteten Räumlichkeiten eines Reifenhändlers entwickelte sich ein bedeutendes Werk mit rund 1.000 Beschäftigten in Wil und Bronschhofen.

Heute werden in der Schweiz mehr als 70 verschiedene Sägekettentypen und etwa 30 unterschiedliche Heckenscherenmesser hergestellt. Dr. Nikolas Stihl, Beirats- und Aufsichtsratsvorsitzender, betont: „Das Schweizer STIHL Kettenwerk ist unverzichtbarer Teil unseres internationalen Fertigungsverbundes und mit seinem umfangreichen Know-how ein nicht zu unterschätzender Wettbewerbsvorteil für die gesamte STIHL Gruppe“.

Bemerkenswert ist zudem: STIHL erwirtschaftet heute über 90 Prozent seines Umsatzes im Ausland, wobei Nordamerika mit rund einem Drittel des Gesamtumsatzes die stärkste Region darstellt.

Innovation und Produktvielfalt bei STIHL

Innovation treibt STIHL seit jeher an. Mit kontinuierlicher Produktentwicklung hat das Unternehmen nicht nur den Markt für Motorsägen geprägt, sondern auch zahlreiche andere Bereiche revolutioniert.

Einführung der Einmann-Motorsäge

Der Durchbruch zur praktischen Einmann-Bedienung gelang STIHL 1950 mit der ersten Einmann-Benzin-Motorkettensäge der Welt, der STIHL BL. Diese wegweisende Entwicklung ermöglichte durch ihren verstellbaren Schwenkvergaser sowohl das Ablängen als auch das Fällen von Bäumen. 1933 hatte STIHL bereits die erste Einmann-Elektrosäge „Liliput“ mit einem Gewicht von „nur etwa 25 Kilogramm“ auf den Markt gebracht.

Akku-Technologie und digitale Lösungen

Ein neues Kapitel schlug STIHL 2009 auf, als mit der Akku-Heckenschere HSA 65 und HSA 85 das Akku-Programm startete. Ein Jahr später folgte die erste Akku-Motorsäge STIHL MSA 160 C-BQ. Inzwischen hat STIHL sein Akku-Sortiment deutlich erweitert – die MSA 300 mit 3 kW (4,1 PS) ist aktuell die stärkste Akku-Motorsäge auf dem Markt.

Darüber hinaus bietet STIHL digitale Lösungen wie „STIHL connected“, die mit modernen Sensoren und mobiler Technik die Arbeit in der Natur effizienter gestalten. Diese innovativen Systeme erlauben beispielsweise Diebstahlschutz durch Standortüberwachung und erleichtern die professionelle Geräteverwaltung.

Produkte wie STIHL MS 170, Rasentrimmer und Laubbläser

Die STIHL MS 170 hat sich als beliebtes Einsteigermodell etabliert. Mit einer Leistung von 1,2 kW bei nur 4,1 kg Gewicht und dem sparsamen 2-MIX-Motor überzeugt sie durch einfache Handhabung. Besondere Merkmale sind:

  • Das Antivibrationssystem für ermüdungsarmes Arbeiten
  • Ein Kombihebel für komfortable Bedienung
  • Der STIHL-Kompensator für konstante Motorleistung trotz Filterverschmutzung

Lifestyle-Produkte und der STIHL Fanshop

Über Motorgeräte hinaus bietet der STIHL Markenshop seit 2020 hochwertige Freizeit-Bekleidung und Lifestyle-Artikel in exklusivem Design. Die Kollektion umfasst sechs Themenwelten: „Nature“, „Heritage“, „Urban“, „Wild Kids“, „Timbersports Fan“ und „STIHL Fan“. Hiermit spricht STIHL gezielt jüngere Zielgruppen an und unterstreicht den Anspruch, „Mode statt Merchandise“ zu bieten.

Nachhaltigkeit und E-Fuels

Nachhaltigkeit ist für STIHL ein zentrales Thema. Während Akku-Geräte bereits CO₂-frei mit grünem Strom betrieben werden können, arbeitet das Unternehmen intensiv an Lösungen für Verbrennungsmotoren. Mit MotoMix Eco hat STIHL einen Kraftstoff entwickelt, der durch biogene Komponenten 8% weniger CO₂ als herkömmliches MotoMix emittiert.

Besonders zukunftsweisend ist das Engagement bei E-Fuels – synthetischen Kraftstoffen, die aus grünem Wasserstoff und Kohlenstoff hergestellt werden. Das Besondere: Alle STIHL Geräte mit Verbrennungsmotor sind bereits „E-Fuels ready“ und können nahezu CO₂-neutral betrieben werden – selbst wenn sie schon seit Jahrzehnten im Einsatz sind.

Kritik, Kontroversen und gesellschaftliche Verantwortung

Hinter der Erfolgsgeschichte von STIHL stehen auch kontroverse Kapitel der Unternehmenshistorie, die kritische Fragen aufwerfen.

NSDAP-Mitgliedschaft und Entnazifizierung

Andreas Stihl trat 1933 der NSDAP bei und wurde 1935 Mitglied der SS, wo er später den Rang eines Hauptsturmführers erreichte. Nach Kriegsende internierte ihn die US-Armee für drei Jahre. Seine mehrere hundert Seiten umfassende Entnazifizierungsakte liegt heute im Ludwigsburger Staatsarchiv.

Zwangsarbeit im Zweiten Weltkrieg

Wie viele deutsche Unternehmen setzte auch STIHL während des Zweiten Weltkriegs Zwangsarbeiter ein. Historiker berichten von „bis zu hundert Zwangsarbeitern zu erbärmlichen Bedingungen in seinen Fabriken in Cannstatt und Neustadt“. Zum Vergleich: Insgesamt arbeiteten im Deutschen Reich über 13 Millionen zivile Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene und Häftlinge.

Arbeitsbedingungen in internationalen Werken

Heute legt STIHL groen Wert auf faire Arbeitsbedingungen in allen Produktionsstätten weltweit. In China beispielsweise kooperiert ZAMA (eine STIHL Tochter) mit lokalen Hochschulen und fördert duale Ausbildungsprogramme.

Engagement für Umwelt und Bildung

Das soziale Engagement ist für STIHL als Familienunternehmen fest in den Unternehmenswerten verankert. Besonders bemerkenswert:

  • Die langjährige Kooperation mit dem SOS-Kinderdorf Württemberg
  • Die Spende von 500.000 Euro für Flutopfer in Deutschland 2021 – die höchste Spendensumme in der Unternehmensgeschichte
  • Das Projekt „Pró Florescer“ in Brasilien, das seit 2015 jungen Menschen eine berufsvorbereitende Ausbildung in Landschaftsgärtnerei ermöglicht
  • Die Förderung benachteiligter Schulkinder in der Schweiz durch die Partnerschaft mit LIFT seit 2016

Während der Covid-19-Pandemie stellte STIHL zudem sein betriebliches Impfzentrum der Öffentlichkeit zur Verfügung.

Fazit: Was STIHL heute ausmacht

Fast 100 Jahre nach der Gründung des kleinen Ingenieurbüros in Stuttgart steht STIHL als beeindruckendes Beispiel deutscher Ingenieurskunst und unternehmerischen Erfolgs da. Die Vision von Andreas Stihl, „Die Säge muss zum Baum – und nicht umgekehrt“, hat sich zu einem globalen Imperium entwickelt, das weit über Motorsägen hinausgewachsen ist. Tatsächlich hat kaum ein anderes Unternehmen die Forstwirtschaft so nachhaltig geprägt wie STIHL.

Besonders bemerkenswert bleibt die Fähigkeit des Unternehmens, sich kontinuierlich neu zu erfinden. Von der schweren, zweipersonenbedienten Elektrosäge von 1926 bis zur leistungsstarken, akkubetriebenen MSA 300 der Gegenwart – STIHL hat stets auf technologische Herausforderungen mit Innovation geantwortet. Die legendäre Contra von 1959 steht dabei als Meilenstein, der die Produktivität in der Forstwirtschaft um 200 Prozent steigerte und den weltweiten Durchbruch des Unternehmens markierte.

Trotz dunkler Kapitel in der Unternehmensgeschichte während der NS-Zeit hat sich STIHL zu einem Vorzeigeunternehmen entwickelt, das gesellschaftliche Verantwortung ernst nimmt. Das Engagement für Umweltschutz durch innovative Technologien wie E-Fuels sowie soziale Projekte weltweit unterstreichen diesen Wandel.

Heute steht die STIHL Gruppe mit über 20.500 Mitarbeitern, einem Jahresumsatz von 5,5 Milliarden Euro und Präsenz in mehr als 160 Ländern als Beweis dafür, dass ein visionäres Familienunternehmen auch im globalen Wettbewerb bestehen kann. Die Verbindung von Tradition und Innovation, von schwäbischem Erfindergeist und weltweiter Expansion macht STIHL zu einem einzigartigen Erfolgsmodell deutscher Wirtschaftsgeschichte.

Angesichts der Herausforderungen unserer Zeit – sei es Digitalisierung, Klimaschutz oder gesellschaftlicher Wandel – scheint STIHL gut gerüstet. Während das Unternehmen längst mehr als nur Motorsägen produziert, bleibt es seinen Wurzeln treu: Qualität, Zuverlässigkeit und technische Exzellenz bilden nach wie vor das Fundament des Erfolgs.

FAQs

Q1. Wie hat sich STIHL von einem kleinen Ingenieurbüro zu einem Weltkonzern entwickelt? STIHL wurde 1926 als Ingenieurbüro in Stuttgart gegründet und entwickelte sich durch innovative Produkte wie die erste Elektrokettensäge (1926) und die legendäre Contra (1959) zu einem globalen Marktführer. Heute ist STIHL in über 160 Ländern tätig und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von 5,5 Milliarden Euro.

Q2. Welche bahnbrechenden Innovationen hat STIHL in der Motorsägentechnologie eingeführt? STIHL revolutionierte die Forstwirtschaft mit der ersten Elektrokettensäge (1926), der ersten benzinbetriebenen Motorsäge (1929) und der STIHL Contra (1959), die als erste getriebelose Einmann-Benzinmotorsäge die Produktivität um 200% steigerte. Heute setzt STIHL mit Akku-Technologie und digitalen Lösungen neue Mastäbe.

Q3. Wie geht STIHL mit seiner Vergangenheit während des Zweiten Weltkriegs um? STIHL erkennt an, dass das Unternehmen während des Zweiten Weltkriegs Zwangsarbeiter einsetzte. Heute legt das Unternehmen groen Wert auf faire Arbeitsbedingungen weltweit und engagiert sich stark für soziale und Umweltprojekte, um gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen.

Q4. Welche Manahmen ergreift STIHL für mehr Nachhaltigkeit? STIHL setzt auf Akku-Technologie, die CO₂-frei mit grünem Strom betrieben werden kann. Zudem entwickelt das Unternehmen nachhaltige Kraftstoffe wie MotoMix Eco und engagiert sich in der Forschung zu E-Fuels, um auch Verbrennungsmotoren umweltfreundlicher zu machen.

Q5. Wie bleibt STIHL als Familienunternehmen im globalen Wettbewerb erfolgreich? STIHL verbindet Tradition mit Innovation, indem es kontinuierlich in Forschung und Entwicklung investiert. Das Unternehmen hat sein Produktportfolio über Motorsägen hinaus erweitert, setzt auf Digitalisierung und erschliet neue Märkte. Gleichzeitig hält STIHL an seinen Kernwerten wie Qualität und technische Exzellenz fest.

 

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